Marienplatz, 86956 Schongau(710 m über NN)
Auszug aus dem Audiokommentar von Oliver Pötzsch
Ich hoffe, Sie sind anständig gekleidet und Ihre Schuhe sind sauber, denn Sie stehen nun vor dem nobelsten Lokal der Stadt. Na gut, in Wirklichkeit stehen Sie jetzt vor der städtischen Musikschule, aber zu Scharfrichter Kuisls Zeiten befand sich hier das Gasthaus „Zum Goldenen Stern“, das lange im Besitz der Familie Semer war. Wie mächtig diese Wirtsfamilie war, merken Sie auch daran, dass in einigen meiner Romane ein gewisser Karl Semer der erste Schongauer Bürgermeister ist. Das Gotische Bürgerhaus wurde schon 1515 erbaut und diente Anfang des 20. Jahrhunderts vorübergehend als Rathaus. Treppenhaus, einige Türgerüste, der wertvolle Stuck und die erhaltene Hauskapelle stammen noch aus dem 17 und 18. Jahrhundert.
Die Henkersmahlzeit war beileibe nicht Wasser und trocken Brot. Ich habe in einer Chronik die Menüfolge einer Augsburger Henkersmahlzeit aus dem 18. Jahrhundert gefunden. Sie zog sich über drei Tage hin. Das Menü ganz aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen – und ich will Ihnen auch nicht unnötig den Mund wässrig machen. Lassen Sie mich nur sagen, dass es Kaffee mit Schmalzbrezen, Butterpastete mit Kalbfleisch, gebackenen Fisch, gebratene Hühner und Kapaune gab. Und dazu natürlich jede Menge Alkohol. Vor der Hinrichtung reichte der Wirt dann noch mal einen ganzen Liter Wein extra, und zwar nicht den schlechtesten!
Warum es das Ritual der Henkersmahlzeit gibt, ist bis heute nicht ganz geklärt. Vermutlich wollte man in den alten Zeiten den zum Tode Verurteilten gnädig stimmen, damit er nicht als hungriger Rachegeist von den Toten zurückkehrte. Man stelle sich einen solch armen Galgenvogel vor, der sein Leben nie mehr hatte als Gerstenbrei und Grütze – und dann das! Nur, ob die Delinquenten wirklich immer mit gottgesegnetem Appetit aßen, so kurz vor dem Gang zum Schafott? Zumindest der Alkohol erfüllte seinen Zweck: Die Verurteilten bekamen von ihrer Hinrichtung nicht mehr allzu viel mit.
Im Stern stiegen damals reiche und bekannte Gäste ab, so auch der französische Schriftsteller Michel de Montaigne, der das Gasthaus im 16. Jahrhundert in seinem Reisetagebuch erwähnte. In meinem Roman „Die Henkerstochter und der Fluch der Pest“ ist es jemand von fürstlichem Geblüt, der dort einige Zimmer bezieht. Magdalena werden wir hier nicht antreffen. Sie sucht eben ihren Vater, der sich in den zwielichtigen Tavernen hinter dem Ballenhaus herumtreibt, zum Beispiel in der Glocke. Hier trinkt Jakob Kuisl gerne einen über den Durst. Denn auch ein Scharfrichter braucht mal ein Bier. Allerdings hatte der Henker seinen eigenen Krug und auch seinen ganz speziellen Platz. Bevor er die Wirtstube betrat, musste er erst um Erlaubnis fragen. Aber wer sagt schon groß nein, wenn ihn der Henker um etwas bittet?
ca. 0,1 km entfernt
Löwenstr. 3, 86956 Schongau
Wohnzimmer | Lieblingsbar | Leckere Küche | Feierabend Bier | Tradition | Schongau
ca. 0,1 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 09:00 - 18:00 |
| Dienstag | 09:00 - 18:00 |
| Mittwoch | 09:00 - 18:00 |
| Donnerstag | 09:00 - 18:00 |
| Freitag | 09:00 - 18:00 |
| Samstag | 09:00 - 13:30 |
| Sonntag | geschlossen |
Marienplatz 16, 86956 Schongau
Wie wäre es mit einer Tasse Kaffee, einem Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato? In unserem gemütlichen Café wollen wir Ihnen den besten Kaffee in der Schongauer Altstadt bieten!
ca. 0,1 km entfernt
Karmeliterstr. 5, 86956 Schongau
Restaurant, mit Cafe und Bar. Seit dem Umbau kann das Lagerhasu auch mit einem Kinobesuch der besonderen Art aufwarten.
ca. 0,2 km entfernt
ca. 0,6 km entfernt
Altenstadter Str. 13, 86956 Schongau
Das Schongauer Brauhaus ist eine Brauerei-Gaststätte im historischen Jugendstilgebäude im bayerischen Schongau. Hier wird hausgebrautes, naturtrübes Bier ausgeschenkt, das Gäste direkt neben den Kesseln genießen können. Neben dem gemütlichen Gastraum gibt es einen schönen Biergarten und regelmäßig kulturelle Veranstaltungen.
ca. 2,1 km entfernt
Friedhofweg 9, 86972 Altenstadt
Wer im Schreinercafé sitzt, genießt von der Frau des Schreinermeisters Richard Kögl täglich frisch gebackenen Kuchen , frisch gebrühten Kaffee wie er schon einst von Oma zubereitet wurde, und einen unverstellten Blick auf die romanische Basilika unweit des Cafés
ca. 2,5 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | 10:00 - 23:30 |
| Mittwoch | 10:00 - 23:30 |
| Donnerstag | 10:00 - 23:30 |
| Freitag | 10:00 - 23:30 |
| Samstag | 10:00 - 23:30 |
| Sonntag | 10:00 - 23:30 |
Hauptplatz 5, 86971 Peiting
Im Central Café, im Herzen von Peiting, trifft sich Jung und Alt mit Freunden und Bekannten zum Frühstücken, Essen, Kaffeetrinken mit einem hausgemachten Stück Kuchen oder abends auf einen Drink. Kleine Speisenkarte.
ca. 3,2 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 10:00 - 16:00 |
| Dienstag | 10:00 - 16:00 |
| Mittwoch | 10:00 - 16:00 |
| Donnerstag | 10:00 - 16:00 |
| Freitag | geschlossen |
| Samstag | geschlossen |
| Sonntag | 09:00 - 17:00 |
Dorfplatz 8, 86971 Peiting-Herzogsägmühle
Das Café Herzog ist das öffentliche Café und Wirtshaus in Herzogsägmühle, mit Spielplatz, Minigolf und zwei Kegelbahnen. Unsere Speisekarte ist klein, aber fein. Wo immer möglich, verarbeiten wir regionale und nachhaltig erzeugte Produkte – selbstverständlich auch aus Herzogsägmühler Betrieben wie der Metzgerei, der Bäckerei sowie der Gärtnerei.Ebenso stellen wir viele Produkte hausgemacht her – wir haben Freude daran und hoffen, Sie mit unseren Speisen ein wenig verwöhnen zu können.Wir bieten Frühstück, Mittagessen und am Nachmittag können Sie sich auf erfrischende Eisbecher sowie hausgemachten Kuchen freuen. Unser barrierefreies Restaurant wurde mehrfach für seinen kinder- und familienfreundlichen Service ausgezeichnet.
ca. 3,3 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 06:00 - 18:00 |
| Dienstag | 06:00 - 18:00 |
| Mittwoch | geschlossen |
| Donnerstag | 06:00 - 18:00 |
| Freitag | 06:00 - 18:00 |
| Samstag | 06:00 - 12:00 |
| Sonntag | 07:45 - 10:45 |
Bahnhofstraße 21, 86971 Peiting
Handwerklich-traditionelle Backkunst aus Peiting.
ca. 4,3 km entfernt
ca. 4,9 km entfernt
ca. 5,9 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | geschlossen |
| Mittwoch | 17:30 - 23:00 |
| Donnerstag | 17:30 - 23:00 |
| Freitag | 17:30 - 23:00 |
| Samstag | 11:30 - 23:00 |
| Sonntag | 11:30 - 21:30 |
Ramsau 9, 86971 Peiting
Kleine Gaststätte mit Biergarten und Terrasse. Direkt am Radweg in Richtung Rottenbuch gelegen. Abwechslungsreiche und kreative kleine Speisekarte.
ca. 7,4 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | geschlossen |
| Mittwoch | geschlossen |
| Donnerstag | 17:00 - 22:00 |
| Freitag | 17:00 - 22:00 |
| Samstag | 11:30 - 22:00 |
| Sonntag | 11:30 - 22:00 |
Mößle 2, 86971 Peiting
Idyllisch und ruhig gelegen inmitten von Wiesen mit traumhaften Ausblick auf das Alpenpanorama.
ca. 7,9 km entfernt
| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 07:00 - 20:00 |
| Dienstag | 07:00 - 20:00 |
| Mittwoch | 07:00 - 20:00 |
| Donnerstag | 07:00 - 20:00 |
| Freitag | 07:00 - 20:00 |
| Samstag | 07:00 - 20:00 |
| Sonntag | 07:00 - 20:00 |
Ziegler 2, 86977 Burggen
Das ist ja cool! Das ist meist die erste Reaktion von Radlern und Wanderern, die „zufällig“ amHofcafä vorbeikommen. Da steht ein Bauwagen mit herrlich einladenden Tischen und Sonnenschirmenam Hof. Und im Bauwagen? Selbstbedienung. Und zwar nur vom Feinsten!
ca. 8,8 km entfernt
M. Günther-Pl. 2, 82383 Hohenpeißenberg
Schweinshaxe, Jägerbraten und Staffelseezander im zünftigen Wirtshaus mit Panoramaterrasse auf 1000 m Höhe.
ca. 9,3 km entfernt
ca. 0,3 km entfernt
Lechuferstraße, 86956 Schongau
Der Wohnmobilstellplatz befiindet sich in unmitelbarer Nähe des beliebten Erlebnisbades Plantsch an der Lechuferstraße. Dieser bietet 70 sonnige sowie teilweise schattige Plätze. Von dort aus ist über einenFußweg die Historische Altstadt in wenigen Minuten zu erreichen. Dort bietet sich eine attraktive Auswahl an Gastronomie, Geschäften, Fußgängerzone sowie auch historisch bedeutsame Punkte zur Besichtigung. Ein gleichfalls attraktives Ausflugsziel vom Wohnmobilstellplatz aus ist der Badestrand mit seinem gastronomisch bewirtschafteten Bootshaus am Schongauer Stausee "Lido"
Empfehlung
Erleben Sie einen erlebnisreichen und spannenden Rundgang durch die historische Altstadt von Schongau mit Audiokommentaren von Bestsellerautor Oliver Pötzsch! Um die Audiodateien mit der App nutzen zu können, aktivieren Sie bitte in der Karte in der App die Audiofunktion.
1:15 h 11 hm 11 hm 2,0 km very easy
Empfehlung
Am reifen Lech durch historische Orte mit Flößergeschichte.
1:45 h 177 hm 186 hm 23,2 km moderate
ca. 0,0 km entfernt
Marienplatz, 86956 Schongau
Das Ballenhaus ist das einzige freistehende Gebäude am Marienplatz. Im Mittelalter dienste es als Lager- und Umschlaghaus. Hier mussten die Fuhrleute ihre zu Ballen gepackten Waren unterstellen und verzollen. Hiervon zeugt auch heute noch die Namensgebung des Gebäudes. Im ersten Stock des Ballenhauses befindet sich auch die alte Ratsstube der Stadt. Audiokommentar zur Station 2, Ballenhaus
ca. 0,0 km entfernt
Marienplatz, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 2 - Der Marktplatz
ca. 0,1 km entfernt
Marienplatz, 86956 Schongau
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Marienplatz, 86956 Schongau
Mittelpunkt der historischen Altsstadt bildet der Marienplatz mit Marienbrunnen und dem mächtigen Ballenhaus. Um diesen Platz konzentrierte sich früher wie auch heute das Leben in der Altstadt. Wichtige Gebäude, wie zum Beispiel das Rathaus oder die Kirche befinden sich in unmittelbarer Nähe. Audiokommentar zur Station 1, Brunnen am Marienplatz
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Karmeliterstraße 5, 86956 Schongau
Das kleine, etablierte Programmkino mit Holzbalkendecke zeigt Independent-Produktionen und Dokumentarfilme.
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Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 10: Grabmahl von Johann Lechner
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Karmeliterstraße, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 7 - Das Kloster
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Karmeliterstraße, 86956 Schongau
Der Klosterhof des Heilig-Geist-Spitals befindet sich direkt neben der Heilig-Geist-Spitalkirche St. Anna an der Ostseite der historischen Stadtmauer von Schongau. Er geht, wie auch die Kirche, zurück auf das Wirken der Karmeliter-Mönche, die sich Anfang des 18. Jahrhunderts in Schongau ansiedelten. Heute werden im Klosterhof verschiedene Heilkräuter angebaut. Audiokommentar zur Station 9, Klostergarten
ca. 0,1 km entfernt
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| Wochentag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag | 08:30 - 18:00 |
| Dienstag | 08:30 - 18:00 |
| Mittwoch | 08:30 - 18:00 |
| Donnerstag | 08:30 - 18:00 |
| Freitag | 08:30 - 18:00 |
| Samstag | 10:00 - 12:30 |
| Sonntag | geschlossen |
Weinstraße 11, 86956 Schongau
ca. 0,2 km entfernt
Karmeliterstraße, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 8 - Der Wehrgang
ca. 0,2 km entfernt
Bürgermeister-Schägger-Platz, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 6 - Die Stadtmauer
Heuhocken ganz nach alter Tradition, so wie sie einst vor über 100 Jahren Franz Marc malte, sind in Sindelsdorf auf einer Streuwiese an der südlichen Ortsausfahrt zu sehen. Sie bilden eine der 15 Stationen des Maler-Rundwegs, der zu jenen Plätzen führt, an denen der Künstler lebte und seine Werke schuf.
Hofstätterweg 2, 82399 Raisting
Die Erdefunkstelle Raisting, südlich des Ammersees, ist schon von weitem als eine besondere Landmarke erkennbar. Die riesigen Sattelitenschüsseln und die markante Kugel des Radoms laden zu einem Abstecher und einer kleinen Entdeckertour ein.
Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, 86956 Schongau
Audiokommentar zur Station 10: Grabmahl von Johann Lechner
Franz Marc Straße 1, 82404 Sindelsdorf
Franz Marc, einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, lebte in Sindelsdorf von 1909 bis 1914.
Hauptstraße 5, 82404 Sindelsdorf
Heinrich Campendonk ( geb. 1889 in Krefeld ) lebte zur gleichen Zeit wie Franz Marc in Sindelsdorf und zwar in dem Anwesen beim Bierbichler, Hauptstr. 5, später in einem Einsiedlerhof in Urthal beim heutigen Zwink. 1916 übersiedelte er nach Seeshaupt.
Zöpfstraße, 82405 Wessobrunn
Das älteste süddeutsche Sprachdenkmal ist das im Benediktinerkloster zu Wessobrunn in Oberbayern gefundene, um 750 niedergeschriebene "Wessobrunner Gebet". Die Originalhandschrift befindet sich im Bayrischen Nationalmuseum zu München; den Text hat man 1877 am Fundort in einen Gedenkstein eingegraben. (Schmidt um 1940)