Römerrunde

4:05 h 418 hm 379 hm 55,8 km moderate

Wo einst die Römer vor rund 2000 Jahren die Via Claudia Augusta aus Stein erbauten um kostbare Waren zu transportieren, führt heute abschnittsweise der Radlweg der Römerrunde im Süden Schongaus entlang.

Die Strecke bietet unglaublich schöne Wege durch herrliche Alpenvorlandschaft, größtenteils absolut abgelegen vom Lärm der Straßen, fernab von jeglichem Stress und Hektik. Eine Tour die einen die Zeit vergessen lässt, und sehr gut Vorstellbar macht, wie einst die Römer hier entlangzogen sein müssen.

In Altenstadt, einem wichtigen Handelsknotenpunkt an der Römerstraße, kann man die Repoduktion eines Straßenstücks entdecken. An der ehemaligen Villa Rustica bei Peiting - einem stattlichen römischen Landgut - kann das Badegebäude in einem verglasten Schutzhaus besichtigt werden.

Dazwischen locken Natur, kleine Dörfer und herrliche Aussichten.



Tipp des Autors:

Das Badehaus der  Villa Rustica bei Peiting kann immer besichtigt werden. Ein römischer Lehrgarten gibt Einblick in die Essgewohnheiten der Römer vor fast 2000 Jahren.



Sicherheitshinweise:

Rücksicht macht Wege breit

Bitte beachten Sie, dass Sie in unserer Region häufig auf landwirtschaflichen Wegen radeln. Sie sind auf diesen Wegen herzlich willkommen, allerdings werden diese Wege natürlich auch von LandwirtInnen mit ihren Fahrzeugen zur Bewirtschaftung der Flächen genutzt. Aufgrund der Breite der Fahrzeuge kann es dadurch auf den Wegen schon mal eng werden. Breit genug bleiben die Wege, wenn alle Nutzer gegenseitig Rücksicht nehmen und bei Bedarf auch ausweichen und den anderen Nutzern Platz machen. Bitte achten Sie darauf, dass es den großen Maschinen häufig nicht möglich ist, von den Wegen herunter zur fahren. Bitte weichen daher Sie als RadlerInnen aus, wenn es eng wird!

Vielen Dank für Ihr Verständnis und die Rücksichtnahme auf die Menschen, die hier arbeiten müssen!

 

Nutzung von Wegen an Flüssen

Wir freuen uns, dass das Wasserwirtschaftsamt Weilheim entlang der Flüsse Deichwege angelegt hat, die auch von Radfahrern benutzt werden dürfen.

Bitte beachten Sie, dass diese Wege für die Zwecke der Wasserwirtschaft angelegt wurden und nicht immer den Qualitäts-Anforderungen an Radwege entsprechen. Insbesondere nach Baumaßnahmen, Hochwasserereignissen und Unwetter (umstürzende Bäume) können die Wege Schäden bzw. unpassierbare Abschnitte aufweisen. Ferner ist gelegentlich mit Baustellenverkehr zu rechnen.

Bitte nutzen Sie die Wege mit entsprechender Vorsicht und beachten Sie die Verkehrsschilder vor Ort! Die Benutzung der Unterhaltungswege erfolgt auf eigene Gefahr.



Wegbeschreibung:

Von Schongau nach Altenstadt

Die 55,8km lange Römerrunde startet am Bahnhof von Schongau und startet Richtung Norden. Gleich am Stadtrand warten die ersten knackigen Höhenmeter – ein kleiner Härtetest. Auf der weiten Ebene angekommen führt der Weg direkt weiter nach Hohenfurch. Durch den Ort geht es am idyllischen Bach Schönach entlang weiter Richtung Schwabniederhofen. Kurz vor dem Dorf zweigt der Weg ostseitig durch einen kleinen Anstieg ab, sodass der Ort passiert wird. Hier eröffnet sich vor einem zum ersten Mal das herrliche Panorama auf die Alpenkette, welches die Tour nun bis nach Lechbruck prägen wird. Nach wenigen Kilometern geht es in das Dorf Altenstadt. Schon zu Zeiten der Römer war Altenstadt ein wichtiger Handelsknotenpunkt. Die Tour führt direkt zum Via Claudia Platz. Eine günstige Gelegenheit für eine Pause. Hier kann die Reproduktion eines Straßenstückes der Via Claudia Augusta im Maßstab 1:1 mit dazugehörigen Infotafeln zur Bauweise besichtigt werden.

 

Von Altenstadt nach Burggen

Weiter führt die Römerrunde auf dem einstigen Verlauf der Via Claudia Augusta am westlichen Ortsrand von Schongau vorbei und weiter schnurstracks geradeaus hinein ein einen idyllischen Wald. Sanfte Hügel schleichen sich nun mehr und mehr in die Wegeführung ein. Nach dem Wald öffnet sich der Blick über weite Wiesen und den Auerberg, auf welchem vor über 2000 Jahren die Römer siedelten. Auf dieser Ebene bietet sich ein kleiner Abstecher zur Litzauer Schleife, einem beliebten Aussichtspunkt an der Hangkante der unverbaut erhaltenen Flussschleife des Lechs. Weiter führt die Fahrt auf der einstigen Via Claudia Augusta durch den landwirtschaftlich geprägten Ort Burggen. Durch den alten Ortskern führen die verwinkelten Sträßchen vorbei an alten Bauernhäusern, die einen unverwechselbaren ursprünglichen Charme versprühen.

 

Von Burggen nach Lechbruck

Vorbei an der Kirche geht es direkt ortsauswärts, wo sich ein kleines Stück herrliche Filzlandschaft anschließt, bevor es leicht bergauf über eine mächtige Anhöhe geht. Hier präsentieren sich weite Wiesen und ein gleichfalls weiter Blick auf die herrliche Landschaft bis hin zu den Alpen. Nach wenigen Kilometern geht es sanft bergab bis zu einer Schranke am Waldrand. Das Privatgelände von Gut Dessau. Die Schranke und auch die Straße durch das Gut darf mit dem Fahrrad ausdrücklich passiert und befahren werden.  Ab hier geht es recht steil durch ein Waldstück auf einer breiten asphaltierten Straße bergab und danach auf ebenem Terrain durch das Gut Dessau. Nach dem Passieren der zweiten Schranke führt die Straße am Lech entlang zur Lechstaustufe Dessau. Bei einem Abstecher über die Staustufe auf die andere Flussseite kann ein Kieselklanglithophon – eine Art großes Xylophon aus Steinen – zum Tönen gebracht werden. Wieder zurück auf der Westseite des Flusses führt die Straße weiter durch sehr reizvolle Wald- und Wiesenlandschaften, immer die Alpen geradeaus im Blick, fernab von Stress und Hektik – stets sanft begleitet vom Lech. Immer wieder stehen oder liegen Kühe gemütlich auf ihren Wiesen, die sich teilweise sehr natürlich und ursprünglich bewachsen am Lechufer befinden. Idylle pur. Nach ein paar Kilometern erreicht der Weg den majestätischen Lechstausee, am Ortsrand von Lechbruck. Tipp: Kurze Rast auf der Staustufe und das herrliche Panorama genießen.

 

Von Lechbruck nach Steingaden

Im Anschluss geht’s am Seeufer entlang durch den Ort, welcher vom teilweise wild rauschenden Lech geprägt ist. Die Lechbrücke am Ortsende bietet noch einmal einen herrlichen Ausblick auf den Fluss und die Alpen. Nach der Brücke verabschiedet sich die Tour von Lechbruck und führt weiter an der gut befahrenen Straße nach Prem, wo die Tour bereits am Ortseingang von der Straße herabführt, den Ort rasch verlässt und nun ein wenig Anstrengung bei einer langen gleichmäßigen Steigung abverlangt. Die Ebene, die danach erreicht wird, bietet kurzen Panoramagenuss in die weite Landschaft.  Weiter geht es bergab über abgelegene Wege, durch ein Wäldchen und durch Weiler hin zur gut frequentierten Bundesstraße, die gequert wird (Vorsicht bei der Überquerung!), um weiter Richtung Steingaden zu radeln. Vor dem Erreichen des wunderschönen ehemaligen Klosterortes lädt ein idyllisch gelegener Aussichtspunkt zur Pause ein. Parkbänke, eine Panoramatafel mit Erklärung der herrlichen Alpenkette, die sich einem präsentiert und Schatten spendende hochgewachsene Bäume machen die Pause zu einem Ort der Ruhe und des Glücks.

 

Von Steingaden nach Schongau

Nach dem Aussichtspunkt gelangt der Weg direkt nach Steingaden, dessen Ortsbild von den erhabenen Doppeltürmen des Welfenmünsters und den teils erhaltenen Anlagen des ehemaligen Prämonstratenserklosters geprägt ist. Hier bietet sich unbedingt ein kleiner Ortsrundgang an. Der Ortskern von Steingaden ist unglaublich fotogen, das Welfenmünster eine Pracht. Der noch zum Teil erhaltene Kreuzgang erzählt von einstigen Zeiten und der liebevoll angelegte Klostergarten der ehemaligen Klosterapotheke ist ein Ort für die Sinne und bietet himmlische Ruhe. Von hier geht es zurück Richtung Norden. Bis nach Schongau führt der breite asphaltierte Weg fernab von Straßen und Lärm, idyllisch über sanft hügelige Wiesen, immer wieder durch kleine Wälder und an kleinen Seen vorbei. Wenige Kilometer vor Schongau wartet noch ein besonderes römisches Highlight darauf, besucht zu werden. Die Villa Rustica bei Peiting war ein stattliches römisches Landgut, das im 2. Jahrhundert n. Chr. gebaut wurde. Es zählt zu den größten Anlagen dieser Art außerhalb Italiens. Das Badegebäude mit einer antiken Heißluftheizung, Reste von Wandmalereien, Glasfenster und edle Keramiken deuten auf die gehobene Ausstattung des Landhauses hin. Die Reste des freigelegten Badehauses können Besucherinnen und Besucher ganzjährig in einem verglasten Schutzhaus besichtigen. Ein römischer Lehrgarten gibt Einblicke in die Essgewohnheiten der Römer vor fast 2000 Jahren. Im Anschluss führt die Römerrunde durch einen hochgewachsenen Wald hin zum Lechstausee und quert diesen über die Lechstaustufe.  Von hier lohnt sich ein Abstecher zum Schongauer Lido mit der Einkehrmöglichkeit im Bootshaus und dem Lechfloß, das im Hochsommer zu Wasser gelassen auf seine Gäste wartet. Weiter geht‘s am Lech entlang zum Ausgangspunkt.

Wer noch etwas Zeit im Gepäck hat, sollte die historische Altstadt mit der mittelalterlichen Stadtmauer und dem teilweise begehbaren Wehrgang besuchen. Ein wunderschöner Stadtkern der zum Bummeln und Verweilen in gemütlichen Cafés einlädt. Wer mehr über die Geschichte der Stadt wissen will, nimmt an einer Stadtführung teil oder begibt sich mit der Audioguidetour auf Spurensuche. Der Schriftsteller Oliver Pötzsch führt dabei basierend auf seinem Roman „Die Henkerstochter“ sehr kurzweilig und informativ durch die Stadt.



  • Aufstieg: 418 hm

  • Abstieg: 379 hm

  • Länge der Tour: 55,8 km

  • Höchster Punkt: 804 m

  • Differenz: 134 hm

  • Niedrigster Punkt: 670 m

Difficulty

moderate

Stamina

moderate

Panoramic view

very high

Saisonale Eignung

geeignet witterungsbedingt nicht geeignet unbekannt
  • JAN

  • FEB

  • MRZ

  • APR

  • MAI

  • JUN

  • JUL

  • AUG

  • SEP

  • OKT

  • NOV

  • DEZ

<p>Parkplatz am Buchenweg, alternativ Parkplatz am Volksfestplatz (mit Wohnmobilstellplatz)</p>

Parkplätze vorhanden

B17, B472 Ausfahrt Schongau Nord oder West



Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Pfaffenwinkel-Bahn nach Schongau



Navigation starten:

Höhenprofil SVG
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GPX Track
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Das ist ja cool! Das ist meist die erste Reaktion von Radlern und Wanderern, die „zufällig“ amHofcafä vorbeikommen. Da steht ein Bauwagen mit herrlich einladenden Tischen und Sonnenschirmenam Hof. Und im Bauwagen? Selbstbedienung. Und zwar nur vom Feinsten!

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