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König-Ludwig-Weg, 2. Etappe: Dießen - Paterzell

Schwierigkeit

mittel

Strecke

17,5 km

Dauer

4:42 h

Aufstieg

308 m

Abstieg

127 m

Start

Dießen

Ziel

Paterzell


Wegbeschreibung

Vom Landungssteg geht es durch den Ortskern mit seinen zum Teil putzigen Häusern, in denen vielfach Handwerkerbetriebe logieren, hinauf zum Dießener Münster, das als eine der schönsten Barockkirchen in Bayern gilt.

Dießen geht auf die früheren Grafen „Diezzan“ zurück, welche im Jahr 1132 auch das Kloster gründeten. Nach wechselvoller Geschichte und im Rahmen barocker Veränderungen errichtete Johann Michael Fischer 1732 –39 eine neue Klosterkirche in vollendeter Linienführung. Namhafte deutsche und venezianische Bildhauer, Stuckateure und Maler gestalteten den prachtvollen Innenraum.

Überhaupt war Dießen ein Ort der Künstler, beispielsweise lebten Carl Orff und Carl Spitzweg hier. Heute haben sich vor allem Kunsthandwerker wie Glaser, Zinngießer oder Töpfer angesiedelt. Weithin bekannt ist der alljährlich an Christi Himmelfahrt stattfindende Diessener Töpfermarkt, zu dem auch viele internationale Aussteller kommen.

Neben einem Bächlein einher schlängelt sich der Weg zum bewaldetenSchatzberg, zum   wundertätigen Mechtildisbrunnen und hinauf zur Kapelle, die aus den Trümmern der einstigen Burg der Grafen von Dießen-Andechs erbaut worden sein soll. Danach öffnet sich von der Höhe ein weiter Blick übers Land bis zum Hochgebirge. Nach verträumten Wiesen geht es länger durch den Bayerdießener Staatsforst, dann mit schönem Bergblick hinauf nach Haid und hinab nach Wessobrunn, dessen Kloster berühmte Baumeister und Künstler hervorbrachte.

Wessobrunn ist eine Klostergründung durch Herzog Tassilo III., der im Jahr 753 unter einer Linde von einem dreifachen Quellbrunnen träumte. Als sein Jäger Wezzo in der Nähe die Quellen entdeckte, ließ er 753 dort ein Kloster errichten. Die mächtige Tassilo-Linde ist östlich der Klostermauer zu finden, der Brunnen im Klosterareal.

Hier steht auch der „Graue Herzog“, der Turm der früheren Kirche (Mitte 10. Jh.). In der Pfarrkirche haben sich die berühmtesten Künstler der damaligen Zeit verewigt, denn aus der einstigen Abtei gingen begnadete Stuckateure, Maler und Baumeister hervor, unter anderem die Brüder Zimmermann, die Schmuzers und die Feichtmayr-Familie. Den berühmten Wessobrunner Stuck findet man noch heute in Kirchen und Palästen in ganz Europa, so auch im Kloster selbst, das teilweise im Rahmen von Führungen zu besichtigen ist.  

Entlang der Hauptstraße, an der ein Gedenkstein unter alten Linden an das älteste althochdeutsche Sprachkunstwerk, das „Wessobrunner Gebet“ erinnert, wird der Ort passiert. Anschließend geht es im Wald durch einen romantischen Bachgraben hinauf zum Weiler Schönwag. Auf teils verschlungenen Wegen und Pfaden leitet das „K“ einen stellenweise feuchten Quellhang hinab nach Paterzell. Hier kann man noch den Rundweg durch den einzigen Eibenwald Deutschlands absolvieren, in dem über 2.000 alte Eiben stehen.

Die Tassilolinde bei Wessobrunn (Woflgang Ehn)
Foto: Woflgang Ehn

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Details

Etappentour | aussichtsreich | Einkehrmöglichkeit

Höhenprofil

731 533

Beste Jahreszeit

  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember

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