Dem Himmel ganz nah - Bild: Wolfgang Ehn
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Schnalzwehr

An dieser Stelle erscheint die Ammer dem Besucher noch als Wildfluss in einem schluchtartigen Tal und ist durch die Festlegung als FFH-Gebiet, als Naturschutzgebiet und durch mehrere kartierte Biotope geschützt. Die Ammer fließt schnell und klar, das bis zu 1,5m tiefe Flussbett ist grobschotterig und hat ein gesundes Kies-Geschiebe. Dies zeigt sich an zahlreichen Kiesbänken, die mehrmals jährlich überschwemmt und dadurch bewegt werden. Durch den Gewässerentwicklungsplan des Wasserwirtschaftsamts Weilheim soll der natürliche Flusscharakter weiter erhalten und ausgebaut werden.

Der Lebensraum der alpinen Flüsse mit ihren typischen Ufergehölzen bietet vor allem seltenen Fischen und anderen Wassertieren ein Zuhause, wie z.B. Gelbbauchunke, Mühlkoppe, Huchen und Flussmuschel. Diese Tiere sind auf die gesamte Bandbreite dieses Lebensraums angewiesen, da sie im Laufe ihres Lebens verschiedene Stadien durchlaufen.

Was bewirkt eine Fischaufstiegshilfe?

Vor dem Bau der Fischaufstiegshilfe gab es an dieser Stelle nur die heute noch bestehende Sohlschwelle von 2,5 m über die gesamte Breite der Ammer. Mit dem Bau der Fischaufstiegshilfe als sogenannten Raugerinne-Beckenpass konnte die Durchgängigkeit des Flusses zumindest teilweise wieder hergestellt werden. Über die Fischaufstiegshilfe aus 16 mit Steinen gesetzten, tümpelartigen Becken mit jeweils nur 15 cm Überfallhöhe und Lücken in den Steinriegeln gelingt es den Fischen wieder in den oberen Gewässerbereich der Ammer zu gelangen, der so wichtig ist für deren Laich und Jagd . Seit der Fertigstellung der Fischaufstiegshilfe im Jahre 2001 gibt es wieder Huchen in der Ammerschlucht.

Zum Weiterlesen:

Gewässerentwicklungskonzepte Wasserwirtschaftsamt

Diese Information wurde im Rahmen des Hot Spot Projektes Alpenflusslandschaften erstellt. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt, mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds.

 

Panta Rhei I

Wo aus Felsen Steine werden
Kiesel dann und Sand zum Schluss
unablässig wird gemahlen
panta rhei  -  alles im Fluss

Wo aus Quellen Bäche werden
Wasser stets zu Wasser muss
und am Ende Meereswellen
panta rhei  -  alles im Fluss

Wo in Auen Betten werden
sich verlagern mit Genuss
wo Mäander sich erfinden
panta rhei  -  alles im Fluss

Wo Gedanken tiefer gründen
Wasserfluss zeugt Musenkuss
wo sich Wort zu Worten findet
panta rhei  -  alles im Fluss

Wo der Mensch noch Ruhe findet
endlich springt die Seelennuss
wo die Sorgen mitgenommen
panta  rhei  -   alles im Fluss

Hans Schütz und Eberhard Pfeuffer „Lechliebe - Liebeserklärung an einen Fluss in Wort und Bild“,Bauer-Verlag Thalhofen

Die Ammer am Schnalzwehr ()

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Schnalzwehr

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