Museum

Campendonk in Penzberg

82377 Penzberg, Karlstraße 61 (600 m über NN)

Heinrich Campendonk, das jüngste Mitglied der expressionistischen Künstlervereinigung der Blaue Reiter findet in Penzbeg seine Heimat. Er kann im Museum Penzberg sowie in der Christkönigskirche in Penzberg erlebt werden.

Seit Juni 2016 hat Penzberg einen neuen kulturellen Mittelpunkt: das Museum. Der prägnante Neubau mit seiner lebendig schimmernden, anthrazitfarbenen Klinkerfassade zieht die Blicke auf sich und zeigt ein neues Bild der ehemaligen Bergwerksstadt. Er bildet einen klaren Kontrast zum zurückhaltenden denkmalgeschützten Altbau, einem Bergarbeiterwohnhaus von 1873, doch ist er von der Kubatur her sein Zwilling. Die beiden Baukörper werden durch ein gläsernes Entree. Die kohlehaltigen Klinker der Fassade lassen das für die einstige Bergbaustadt typische Material in neuer Form im Stadtbild wieder erlebbar werden.

 

Die Sammlung des Museums umfaßt hauptsächlich den Nachlaß Heinrich Campendonks (1889-1957), des Jüngsten der „Blauen Reiter“. Rund 300 seiner Ölbilder Aquarelle und Graphiken befindet sich in Penzberg, insbesondere 17 seiner ungewöhnlichen Hinterglasbilder. Der Kernbestand der Sammlung ist in der immer wieder wechselnden Dauerausstellung zu sehen. Die Sonderausstellungen sind einzelnen Aspekten und künstlerischen Techniken des Werkes gewidmet.

 

Aber auch weitere Künstler werden im neuen Museum ausgestellt. So lagern beispielsweise Museumsdepot 80 Werke von Gerhard Fietz, die ein Sammer dem Haus zur Verfügung gestellt hat. Im kommenden Jahr können sie endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden. Fietz lebe seit Ende des Krieges in Schlederloh bei Icking und erarbeitete sich dort seinen Weg zur Abstraktion. Zusammen mit Willi Baumeister, Fritz Winter und anderen Künstlern der Münchner Galerie Stangl gründete er die Gruppe der Gegenstandslosen ZEN 49. Das deutsche Informel war geboren.

Im denkmalgeschützten Altbau sind zwei Dauerausstellung zur Stadtgeschichte zu sehen: Das Leben in den Arbeiterfamilien wird in der originalen Zweizimmerwohnung erlebbar. Das Gedenken der Opfer der „Penzberger Mordnacht“ vom 28. April 1945 und die Dokumentation der Ereignisse findet ebenfalls seinen Platz im Altbau.



Zusätzliche Informationen:

Öffnung ganzjährig Di – So 10 – 17 Uhr

An Feiertagen geöffnet, geschlossen am 24. + 31. Dezember

Ggf. geschlossen während des Aufbaus großer neuer Ausstellung

Eigenschaften

Features

Barrier friendly

Datenquellen

Parken

Es steht kein Parkplatz zur Verfügung. In den Seitenstraßen bestehen Parkmöglichkeiten. Oder am Hauptplatz in der Tiefgarage unter dem Rathaus. Auch am Bahnhof kann geparkt werden.

Parkplätze vorhanden

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Deutschen Bahn erreichen Sie bequem den Bahnhof in Penzberg. Von dort zu Fuß in circa 10 Minuten.

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