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Die für Bayern einzigartige Kirche der Übergangszeit des frühen 17. Jh. Das Juwel aber ist die Gnadenkapelle mit dem Stuck F.X. Schmutzers. Ebenso einer der schönsten Aussichtspunkte im Voralpenland.
Durch die stetig wachsende Zahl der Wallfahrer zur wundertätigen Muttergottes in der Gnadenkapelle ergab sich allmählich das Bedürfnis nach einem größeren bzw. weiteren Gotteshaus. Und so baute man denn zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Kirche an die Kapelle an. Herzog Maximilian I. hatte dazu 1613 dem Kloster Rottenbuch den Bauplatz geschenkt.
Was in der Gnadenkapelle an froher Botschaft für die wallfahrenden Menschen lebendig ist, das finden wir auch in der großen Wallfahrtskirche wieder. Zunächst ist diese Kirche, die 1616-1619 errichtet worden ist, ein Markstein der Kunstgeschichte des Pfaffenwinkels. Erstmalig für dieses Gebiet finden wir eine Kirche der ausgehenden Renaissance vor. Der helle Raum mit der feinen, sorgfältig gegliederten Stuckdekoration aus Zierbändern von Perlstab und Herzlaub sowie Voluten und geflügelten Engelköpfchen am Gewölbe und in den Fensternischen führt uns von der ausgehenden Renaissance hinüber in den frühen Barock.
Weilheimer Künstlern verdanken wir sicher Bau und Erstausstattung der Kirche, allen voran Bartholomäus Steinle, dem Bildhauer und Weilheimer Kirchenbaudirektor, sowie Elias Greither d. Ä., dem Maler (auch eine Beteiligung Hans Krumppers bei der Vorplanung wird vermutet). Sie griffen die Intention des Bauherrn, Probst Georg Siesmair von Rottenbuch, auf, "Gott zu Ehr und seiner werdten Muetter" ein Gotteshaus zu errichten, das den vielen Wallfahrern Heimat und Geborgenheit geben soll.
Kirche geöffnet von 7:00 - 18:00. Anmeldung für Führungen im Büro des Wallfahrtsseelsorgers.