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Nach der Eroberung des Alpenvorlandes durch die Römer und der Niederwerfung des hier ansässigen Keltenstammes, den "Licates" wurde ein römisches Landgut, eine "Villa Rustica" errichtet.
Am Weg zum Weiler Kreut entdeckte man 1956 , neben der heutigen Umgehungsstraße, ein römisches Landgut. Im Schnittpunkt der, auf der linken Seite des Lech verlaufenden, Römerstraße Via Claudia Augusta und der Verbindungsstraße zum Brennerpass lag diese mehrere Hektar große Anlage. Davon konnte bisher lediglich das Hauptgebäude mit dem sich anschließenden Badegebäude teilweise freigelegt werden.
Bei der Peitinger Villa Rustica handelt es sich um eines der in Deutschland seltenen Atriumhäuser, die zudem anstatt der sonst üblichen Eckrisaliten zwei Apsiden aufweist.
Hypocaust - Heizungsanlagen im Haupthaus und im Badegebäude, Reste von Wandmalereien, Glasfenster sowie Terra - Sigillata - Funde belegen den gehobenen Wohnstandard, der von der Mitte des zweiten bis ins vierte Jahrhundert bewohnten Anlage.
Abgesehen von der Seltenheit des Gebäudetyps, fand sich eingemauert in den Grundmauern, eine kleine, auf beiden Seiten beschriftete Bleitafel, auf der sich ein, so wird angenommen, Liebeszauber befindet, der sich an eine Frau namens Gemella
richtet. Ein bisher nicht vergleichbarer Fund, der bis Heute noch nicht vollständig entschlüsselt ist.