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Schongau - die mittelalterliche Stauferstadt

Angefangen hat es im heutigen Altenstadt, dem alten Schongau (bis 1220; Name von Schönach-Gau). Im Jahr 1179 verkaufte der erbenlose Welf VI. seine Herrschaft an den Staufer Kaiser Friedrich Barbarossa. Das Nachsehen hatt der welfische Vetter Heinrich der Löwe, der dann auch im Jahr darauf den Prozess bekam und sein Herzogtum Bayern verlor. Unter den Stauferkaisern Heinrich VI. und Friedrich II. wurde der Landesausbau vorangetrieben.
Und so erfolgte um das Jahr 1200 die Verlegung der Siedlung auf den heutigen Standort, den Lechumlaufberg. Neu-Schongau wurde von Anfang an planmäßig im heutigen Altstadt-Umfang errichtet und als befestigte Stadt (Oppidum) mit Stadt- Markt-, Münz- und Selbstverwaltungsrechten ausgestattet. Die Ringmauer mit ihren ältesten Bestandteilen aus dem 13. Jahrhundert ist fast vollständig erhalten und umschließt die zu Blöcken zusammengeschlossenen Hofstätten.

Modell der Altstadt von Schongau aus dem Stadtmuseum
Die historische Altstadt entspricht dem Idealtypus der staufischen Stadtgestaltung: Zugang ausschließlich über Tortürme (nur der Polizeidienerturm und das Frauentor haben die Zeiten überlebt, letzteres ohne den 1695 abgetragenen Turm). Das gerasterte Straßensystem wurde zur uneingeschränkten Durchgängigkeit mit der Marktachse verknüpft, welche im Süden einen T-Abschluss aufweist, und durch die Hauptverkehrsachse West-Ost vom Frauen- zum Lechtor (1878 abgebrochen) begrenzt. Einmündungen der Querstraßen in die Hauptachse waren stets leicht versetzt. Im Nordwesten findet man die staufertypische Lage der Stadtburg (Landratsamt Schlossplatz) mit Kopfbefestigung (Maxtor). Im Spanischen Erbfolgekrieg erleidet die Stadtbefestigung schwerste Schäden, 9 von 15 Türmen wurden gesprengt. Weitere Schäden ergaben sich durch Zugeständnisse an die Zeitmode des 19. Jahrhunderts. Ab 1840 setzt mit einem königlichen Dekret Ludwigs I. ein Umdenken ein (“... indem die Stadtmauer in Zukunft rein und unverändert erhalten werden soll”). Heute ist das Baudenkmal Stadtmauer mitsamt seinen noch bestehenden fünf Türmen und zwei historischen Toranlagen (Münztor; 1953 als Zugeständnis an die motorisierte Erreichbarkeit) saniert und gesichert. Trotzdem nur mehr ein schwacher Abglanz der alten Herrlichkeit vor 1704 geblieben ist, zieht das imposante Bauwerk den Besucher in seinen Bann.

Das Stadtmuseum ist eine einzigartige Symbiose aus Alt- und Neubau. Den Kern des Stadtmuseums bildet die ehemalige St. Erasmuskirche mit einer mehr als 600jährigen, wechselvollen Geschichte.

» Stadtführungen Schongau

Historisches Frauentor in Schongau, Stadt Schongau

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