Freskenzyklus der St. Georgskapelle Peißenberg
Dieses
Kleinod unter den Gotteshäusern des Pfaffenwinkels steht auf uraltem geschichtlichem Boden.
Bereits im
12. Jahrhundert soll hier eine Burg entstanden sein, deren Herren noch Dienstmannen der
Welfen waren. Nach längerer Fehde zwischen dem letzten Burgbesitzer, dem Grafen von Seefeld, und dem bayerischen Herzoghaus war die Burg im Jahre 1388 zerstört worden.
Das romanische Kirchenschiff
der Kapelle blieb als vermutlicher Rest jener Burg der Nachwelt erhalten. Mit dem dort um 1400 von einem unbekannten Meister geschaffenen
spätgotischen Freskenzyklus vom Martyrium des
hl. Georg und mit der späteren kostbaren Altarausstattung aus Gotik und Barock in dem 1497 erfolgten Choranbau wurde die Georgskapelle, gerade auch mit Werken vom anonymen Münchener "Meister der Untermenzinger Altarfiguren" und des Landsbergers Luidl, zu einem
Schatzkästlein für den Kunstfreund, aber auch zu einem Hort des Glaubens.