Pfarrkirche St. Vitus und Margaretha in Iffeldorf - Barock und Rokoko - Kunst & Kultur - Themen - Pfaffenwinkel - Urlaub Bayern


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Pfarrkirche St. Vitus und Margaretha in Iffeldorf

Pfarrkirche St. Vitus in Iffeldorf
Pfarrkirche St. Vitus in Iffeldorf

Die Pfarrkirche St. Vitus (Veit) ist im Kern gotisch. 1699 wurde sie durch einen verheerenden Brand weitgehend zerstört. Der barocke Wiederaufbau erfolgte bis 1708. Die Baupläne gehen vermutlich auf Caspar Feichtmayr zurück. Diese Annahme stützt sich vor allem auf die typische dorfseitige Außenwandgliederung durch Putzbänder mit eingestellten Arkaden und den reichverzierten oktogonalen Turmaufsatz. Der gotische Unterbau des Turms blieb damals erhalten.

Caspar Feichtmayr zählt zu den bedeutendsten barocken Wessobrunner Baumeistern und Stukkatoren. Er war in Bernried verheiratet und lebte später in Weilheim, wo er vermutlich 1704 starb. Viele Kirchen der näheren und weiteren Umgebung tragen seine architektonische und künstlerische Handschrift. Aber nicht nur wegen seiner wohlproportionierten Gestalt und selten schönen Gliederung sollte man dem Iffeldorfer Kirchturm besondere Aufmerksamkeit schenken. Bei Restaurationsarbeiten fand man unter verschiedenen Putzschichten eine alte, in den Tuff geritzte Inschrift und die originalen plastischen Uhrziffern. Nun erstrahlt die barocke Dekoration in alter Schönheit und verkündet weithin: ,,Uns zu Nutzen - dem heiligen Veith zu G'falln". In den oberen Ecken des Uhrblattes erkennt man die Jahreszahl 1749.

Wenden wir uns nun dem Kircheninneren zu. Der einschiffige Saalbau mit Doppelpilastergliederung und Korbbogentonnen wurde 1937 um ein Joch nach Westen (Empore) erweitert. Im langgestreckten, eingezogenen Chor mit Fünfachtelschluß erkennt man noch die ursprünglich gotischen Proportionen. Als die Kirche 1707 eingeweiht wurde, war sie noch recht schmucklos. Die bis heute erhaltene Innendekoration erfolgte erst Jahrzehnte später. Zarter, dezent farbig gefaßter Wessobrunner Rocaille-Stuck höchster Qualität vermittelt den Eindruck anmutigsten bayerischen Rokokos.
Dieser Stuck wird wegen auffallender Ähnlichkeit mit gesicherten Dekorationen Franz Xaver Schmuzer (1713 - 1775) zugeschrieben. Er stukkierte in reicher Fülle auch das Langhaus der ehemaligen Klosterkirche in Steingaden.

Die ausgezeichneten Fresken, datiert und signiert 1755, schuf Johann Jakob Zeiller aus Reutte in Tirol. Das große Kuppelfresko der Klosterkirche Ettal gehört zu seinen bedeutendsten Werken. Im Langhaus unserer Kirche ist das Martyrium des jugendlichen Kirchenpatrons dargestellt.

Im Chor stellte Johann Jakob Zeiller die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu durch eine Engelschar dar. Ältere Quellen sprechen auch vom Heiligsten Herzen Mariens. Und tatsächlich finden wir in den Rocaille-Kartuschen, die sich zu Medaillons formen, auch marianische Embleme wie Rosenstrauch, Lilie, Muschel mit Perle.

 Täglich geöffnet 8:00 - 18:00.

Katholische Pfarrgemeinde
Hofmark 4
82393 Iffeldorf

E-Mail:
Telefon:
+49(8856)-2629
Fax:
+49(8856)-933163
Homepage:

 

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