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Geschichte
Mit seiner Gründung um 740 gehört das ehemalige Benediktinerkloster zu den ältesten Altbayerns und war Zeit seines Bestehens ein Hort von Geist und Kultur. Hier wurden die berühmten Carmina Burana (etwa 1230) aufbewahrt, hier stand die Malerei in hoher Blüte. Von 1805 bis 1818 war im säkularisierten Kloster das Optische Institut J. v. Utschneiders untergebracht. In der Glashütte entwickelte Joseph von Fraunhofer das Verfahren zur Herstellung von Präzisionslinsen.
Heute beherbergen die Gebäude diverse Bildungs- und Jugendeinrichtungen des Ordens der Salesianer Don Boscos.
Sehenswürdigkeiten
Die Klosteranlage, aufgeführt 1669 - 1732, der Kreuzgang mit Spätrenaissancestuck, das gotische Refektorium und der barocke Kapitelsaal. Die Klosterkirche und heutige Basilika St. Benedikt, vom Weilheimer Baumeister Kaspar Feichtmayr 1686 vollendet, markiert den Beginn des Barock. Die Deckenfresken, in Stuck gerahmte Bilder, sind Vorläufer der geschlossenen Deckenmalerei des Hochbarock. Hans Georg Asam hat sie gemalt, der Vater der berühmten Söhne, Cosmas Damian und Egid Quirin. An die Basilika angebaut die herrlich proportionierte Anastasiakapelle 1751 - 1753 des Architekten Johann Michael Fischer, deren wunderbare Rokokoausstattung Künstlern wie Ignaz Günther oder Johann Jakob Zeiller zu verdanken ist.
Besonderheiten
Die Glashütte Fraunhofers kann besichtigt werden. Die stilvoll renovierten, reich ausgestatteten Innenräume des Klosters mit der Hauskapelle, dem ehemaligen Kurfürstensaal, und der Barocksaal sind nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Gästehaus für Urlauber.
Regelmäßige Führungen durch die Kirche und Klosterräume, Anmeldung an der Pforte, Tel. 08857/880.
Informationen über kulturelle Veranstaltungen im Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern - Bereich Kultur - Zeilerweg 2, (Meierhof), 83671 Benediktbeuern, Tel. 08857/88-720, Fax 08857/88-799, www.zuk-bb.de