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Das 19. Jahrhundert beginnt mit einem unerhörten Paukenschlag, der Enteignung und Entmachtung der Kirche in der Säkularisation von 1802/03. Damit war die Blütezeit der Sakralarchitektur zu Ende.
Damit ist dem wichtigsten Auftraggeber für Architekten, Bauhandwerker und Künstler die materielle Grundlage entzogen, so dass es im 19. Jahrhundert, dessen erste Hälfte wie auch schon die letzten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts vom Stil des Klassizismus geprägt ist, kaum zu Kirchenneubauten kommt. Einzig die Weilheimer Spitalkirche zur Hl. Dreifaltigkeit (40, Münchner Straße) fällt aus dem barocken Rahmen und gehört zu den wichtigsten Beispielen des Klassizismus in Oberbayern.
Das 19. Jahrhundert ist aber auch das Jahrhundert der beginnenden Industrialisierung, die Bergwerksorte Peißenberg, Peiting und Penzberg entstehen, im ehemaligen Kloster Benediktbeuern richtet Joseph Fraunhofer eine Glasschmelze ein und legt den Grundstein für epochemachende Entdeckungen. In Urspring an der Illach entsteht 1899 das erste stromerzeugende Wasserkraftwerk, das die Orte von Steingaden bis Schongau ab 1900 mit Licht und Kraft versorgt und heute noch Strom erzeugt. Der Pfaffenwinkel wird aber auch das Ziel der Münchner Künstler, von Carl Spitzweg am Beginn des Jahrhunderts bis zu Franz Marc an dessen Ende.
Das
Bergbaumuseum in Peißenberg
, das
Bergbaumuseum in Penzberg
und das
Hammerschmiedemuseum in Schwabsoien
geben eindrucksvoll Einblick in die Industrialisierung im Pfaffenwinkel.
Weitere Sehenswürdigkeiten aus dieser Epoche:
Südlich des Ortes Raisting liegt die Erdfunkstelle der Deutschen Telekom. Führungen nach telefonischer Anmeldung für Gruppen.